Der Leuchtturm zeigt dir wer dahintersteckt, was unsere Mission ist und wie du zu uns Kontakt aufnehmen kannst. Wir freuen uns darauf!
Leuchtturm
Initiative & Kontakt
Die Ziele unseres aktuellen Projektes
Mit unserem Projekt zur gemeinschaftlichen Wärmeversorgung wollen wir Bürger*innen in Schleswig-Holstein dabei unterstützen, die Wärmewende vor der eigenen Haustür aktiv anzugehen. Im Fokus stehen Menschen, die laut Kommunaler Wärmeplanung in dicht bebauten Quartieren wie Reihenhausgebieten oder in Gebieten mit hohem Potenzial für Nahwärme wohnen, in denen sich ein Netz aber nicht profitabel durch externe Betreiber realisieren lässt. Für diese Viertel ist eine gemeinschaftliche Wärmeversorgung in bürgerlicher Trägerschaft eine besonders gute Option – und genau hier setzen wir an.
Gemeinsam mit der jeweiligen Kommunen organisieren wir einen Informationsabend zur gemeinschaftlichen Wärmeversorgung. Daran schließen sich 2–3 maßgeschneiderte Werkstätten für interessierte Gruppen an. Dort lernen Bürger*innen verschiedene Trägerschaften und technische Lösungswege kennen, erhalten einen Überblick über Fördermöglichkeiten, bilden eine Kerngruppe, die das Projekt vorantreibt, und planen die ersten konkreten Schritte.
Flankierend dazu erstellen wir ein praxisnahes Factsheet für Bürger*innen und Kommunen mit Tipps zur Umsetzung, Beispielen aus der Praxis und Video-Interviews mit erfolgreichen Projekten. Unser Ziel ist es, engagierte Menschen landesweit zu vernetzen, ihre Erfahrungen zu bündeln und dieses gemeinsame Wissen in konkretes Handeln für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 umzusetzen.
Dieses Vorhaben wird gefördert durch die EKSH – Gesellschaft für Energie & Klimaschutz Schleswig-Holstein und die BINGO Umweltlotterie.
Unsere Mission
Mit unserer aktivierenden Bildungsarbeit wollen wir die Bürger*innen in Schleswig-Holstein über die Hintergründe des globalen Klimawandels informieren und ihnen gleichzeitig Möglichkeiten des lokalen Handelns aufzeigen. Dabei steht für uns der Mensch mit seiner Verantwortung für ein nachhaltiges Miteinander auf dieser Erde im Vordergrund. Wir wollen ihn motivieren und befähigen als Teil einer lebendigen Demokratie und aktiven Bürgergesellschaft vor Ort – in seiner Gemeinde, seinem Quartier oder seiner Nachbarschaft – sich gemeinschaftlich für den Klimaschutz und die Energiewende einzusetzen.
bewirk im Ostseeraum
Unsere Erfahrungen bringen wir auch in die Zusammenarbeit im Ostseeraum ein. Gemeinsam mit Partner*innen aus Lettland, Dänemark, Polen und weiteren Ländern entwickeln und erproben wir neue Ansätze für Energiegemeinschaften, gemeinschaftliche Wärmeversorgung und sozial gerechte Beteiligung. Dabei geht es nicht nur darum, Wissen aus Schleswig-Holstein weiterzugeben, sondern auch von den Erfahrungen anderer Regionen zu lernen und erfolgreiche Modelle auf unterschiedliche lokale Bedingungen zu übertragen.
Together4Heat
Mit unserem Projekt Together4Heat wollen wir kleine ländliche Kommunen im Ostseeraum dabei unterstützen, ihre Wärme- und Kälteversorgung klimaneutral, bezahlbar und sozial gerecht zu gestalten. Im Fokus stehen Gemeinden und Ortsteile mit bis zu 5.000 Einwohnerinnen, in denen sich ein klassisches Wärmenetz nicht wirtschaftlich umsetzen lässt. Gemeinsam mit Kommunen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Bürger*innen entwickeln wir gemeinschaftliche Lösungen.
Dazu gehören etwa gemeinsame Investitionen von Energiegemeinschaften in dezentrale Heiz- und Kühlsysteme, die gebündelte Beschaffung von Wärmepumpen sowie gemeinschaftliche Leasing- und Contractingmodelle. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Haushalten mit geringem Einkommen und anderen vulnerablen Gruppen, damit auch sie sich aktiv beteiligen und von bezahlbaren Lösungen profitieren können.
In vier Pilotkommunen in Dänemark, Deutschland, Lettland und Polen entwickeln lokale Wärmeteams konkrete Lösungen für eine gemeinschaftliche Wärme- und Kälteversorgung. Die Erfahrungen werden grenzüberschreitend geteilt und fließen in praxisnahe Hilfen sowie Empfehlungen für bessere Rahmenbedingungen ein.
Das Vorhaben wird von der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein koordiniert. Zum Projektkonsortium gehören außerdem die Kommunen Middelfart (DK), Bauska (LV) und Kamienna Góra (PL), der Verband der Energiegemeinschaften Energy Communities Denmark (DK), die Energiegenossenschaft “Sudety Energy” (PL), die Lokale Aktionsgruppe Flax Flower (PL), die Energiegenossenschaft “Energieversorgung Honigsee” (DE), sowie das Latvian Rural Forum (LV). Gefördert wird das Vorhaben als Kleinprojekt (Small Project) durch das INTERREG Ostseeprogramm, kofinanziert von der Europäischen Union. Außerdem wird der Eigenanteil der Heinrich-Böll-Stiftung durch Mittel des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) unterstützt. Das Projekt startete am 1. Juli 2026 und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.
Rural Energy Communities Lighthouse LV
Mit dem Projekt Rural Energy Communities Lighthouse LV wollen wir die praktische Umsetzung von Energy Sharing in Lettland voranbringen. Im Mittelpunkt steht das Dorf Kalniena im Nordosten Lettlands, wo eine Leuchtturm-Energiegemeinschaft schrittweise aufgebaut, begleitet und ausgewertet wird. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, auch vulnerable Haushalte zu erreichen und geeignete Beteiligungsstrategien zu entwickeln. Die Erfahrungen aus Kalniena werden an weitere interessierte Gemeinden in Lettland weitergegeben und durch den Austausch mit Energiegemeinschaften, Politik, Verwaltung und weiteren Akteur*innen aus Deutschland, Estland und Litauen ergänzt. So wollen wir neue Projekte anstoßen, tragfähige Netzwerkstrukturen schaffen und Impulse für bessere Rahmenbedingungen für Energiegemeinschaften und Energy Sharing geben. Dieses Projekt ist ein Nachfolgeprojekt des von der DBU 2024 und 2025 geförderten Projektes Rural Energy Communities LV und wird ebenfalls in Kooperation mit dem Latvian Rural Forum umgesetzt.
Initiative Grüne Grenze (2026)
Mit der Initiative grüne Grenze wollen wir Menschen in der deutsch-dänischen Grenzregion dabei unterstützen, die nachhaltige Transformation vor der eigenen Haustür aktiv mitzugestalten. Im Fokus stehen engagierte Gruppen, Nachbarschaften und Kommunen, die bereits Ideen für mehr Nachhaltigkeit entwickeln oder konkrete Veränderungen in Bereichen wie Mobilität, Energie, Konsum oder Ernährung anstoßen wollen.
Gemeinsam mit unseren Kooperationspartner*innen BobenOp und Grønne Nabofællesskaber haben wir dafür im April und Juni 2026 engagierte Menschen zusammen gebracht, ihre Vorhaben gestärkt und gute Ansätze sichtbar gemacht. Herzstück des Projekts war die Green Højskole / Grüne Hochschule: ein gemeinsamer Lern- und Arbeitsraum, in dem lokale Gruppen ihre Projekte weiterentwickeln, voneinander lernen und mit Coaching sowie praktischer Unterstützung die nächsten Schritte planen. Der grenzüberschreitende Austausch eröffnete dabei neue Perspektiven. Was in Dänemark bereits funktioniert, konnte für Deutschland weiterentwickelt werden – und umgekehrt. So entstanden gemeinsame Lösungen für eine resiliente und engagierte Grenzregion, in der Nachhaltigkeit konkret im Alltag umgesetzt werden kann.
Dieses Projekt wird durch das EU-Programm Interreg Deutschland-Danmark gefördert und von der Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit BobenOp (DE) und Grønne Nabofællesskaber (DK). Die Förderregion von Interreg Deutschland-Danmark umfasst den unmittelbaren deutsch-dänischen Grenzraum und einige angrenzende Gebiete.
Unsere Historie
Von den ersten lokalen Klimagruppen über wachsende Netzwerke für Solar- und Wärmeinitiativen bis hin zu der Mitinitiierung eines Landesnetzwerks für Bürgerenergie in Schleswig-Holstein und Hamburg. Hier erfährst Du, was wir gemeinsam mit engagierten Bürger*innen in Schleswig-Holstein bereits auf den Weg gebracht haben.
Aus „Energiebürger.SH“ wird „bewirk - Gemeinsam fürs Klima“
Im Rahmen der Interreg-Projekte „Co2mmunity“ und „Energize Co2mmunity“ haben wir modellhaft mit unseren Kooperationspartner*innen im Kreis Rensburg-Eckernförde den Leitfaden zur Initiierung lokaler Klimanetzwerke und Bürgerenergie-Projekte entwickelt und veröffentlicht. Schule / Lernmaterialien
2021 haben wir uns von dem Namen „Energiebürger.SH“ verabschiedet, um zum einen gendergerechter zu werden und zum anderen den Klimaschutz vordergründig nicht auf die Energiewende zu verkürzen. Jetzt sind wir die Initiative „bewirk.sh – gemeinsam fürs Klima“.
2021-2023 Gemeinsam fürs Klima aktiv werden - Lokale Klimagruppen stärken
In unserer ersten Projektlaufzeit 2021-2023 haben wir es uns als „bewirk – Gemeinsam fürs Klima“ zum Ziel gesetzt, Bürger*innen in Schleswig-Holstein dafür zu gewinnen, den Klimaschutz in ihrer Gemeinde oder Nachbarschaft gemeinsam anzupacken. Eine digitale Lernwelt und gute Beispiele zum Nachmachen gaben ihnen dafür das nötige Handwerkszeug an die Hand. Durch vielfältige Veranstaltungsangebote vor Ort, kollegiale Beratung und eine landesweite Vernetzung konnten wir Menschen in ganz Schleswig-Holstein motivieren, lokale Klimagruppen zu gründen und zu stärken. Gefördert wurde unser Vorhaben von der Deutschen Postcode Lotterie und dem Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.
Dank der Förderung der Deutschen Postcode Lotterie konnten wir diese Klimagruppen nicht nur inhaltlich, sondern auch finanziell unterstützen: Über unseren Aktionsfonds in Höhe von rund 58.000 € wurden 44 lokale Klimaschutz-Aktionen in ganz Schleswig-Holstein ermöglicht.
2023-2025 Gemeinsam die Energiewende vor Ort gestalten - Solar- & Wärmeinitiativen vernetzen
Seit Ende 2023 lag unser Fokus darauf, Solar- und Wärmeinitiativen von engagierten Bürger*innen aus ganz Schleswig-Holstein zu unterstützen und zu vernetzen. Dafür waren wir mit verschiedenen Veranstaltungsformaten in über 30 Orten unterwegs. Mit Ideensessions zu Solar und Wärme sowie Schulungen für nachbarschaftliche Solarberatungen haben wir gemeinsam mit Initiativen vor Ort tausende interessierte Bürgerinnen für neue Ideen und Projekte der selbstgemachten Energiewende begeistert. Begleitend war unsere Wander-Ausstellung mit praktischen Projektideen unter dem Motto „Gemeinsam fürs Klima aktiv werden“ in vielen Volkshochschulen des Landes zu sehen und erleben.
Für unser stetig wachsendes Netzwerk an Solar- und Wärmeinitiativen gab es zahlreiche digitale und vier persönliche Netzwerktreffen. Hier war Raum zum Voneinander-Lernen, für kollegiale Beratung und Wissensimpulse von Expertinnen. Unsere gemeinsame Exkursionsreihe mit dem BNUR machte erfolgreiche Wärme- und Solarprojekte vor Ort erlebbar. Besondere Highlights waren der Dach-PV-Selbstbaukurs im Sommer 2025 sowie Methodentrainings zu Klimakommunikation und zu Achtsamkeit und Selbstfürsorge im Ehrenamt für Klima- und Energiegruppen. Außerdem haben wir einen Kreis von Wärmementor*innen aufgebaut, die weiterhin als Coaches interessierte Wärmeinitiativen begleiten. Gefördert wurde unser Vorhaben von der BINGO Umweltlotterie.
Unsere Netzwerkarbeit war ein voller Erfolg: Im Oktober 2025 konnten wir das Auftakttreffen für ein neues Netzwerk „BürgerEnergie SHH“ mitinitiieren – eine eigenständige Struktur, in der sich Engagierte auch künftig austauschen und gemeinsam aktiv werden können.
Das Team

Doris Lorenz, Felicia Hofstätter und Anna Reinhart bilden gemeinsam das aktuelle bewirk Team. Sie sind Eure Ansprechpartnerinnen in allen Fragen rund um bewirk. Michael Krug ergänzt das bewirk Team mit seiner Expertise zu Projekten im Ostseeraum und seinen wissenschaftlichen Hintergrund. Unsere Praktikant*innen unterstützen uns tatkräftig dabei etwas bewirken zu können. Also los geht’s! Gemeinsam fürs Klima.
Kontakt
bewirk.sh c/o Bildungswerk „anderes lernen, Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein“ e.V.
Kooperationspartner*innen bewirk - Gemeinsam fürs Klima
Seit dem Jahr 2013 arbeiten die sechs Kooperationspartner*innen auf dem Feld der Bewusstseinsbildung und der Aktivierung gesellschaftlichen Engagements für den Klimaschutz und die Energiewende in Schleswig-Holstein vertrauensvoll zusammen:






bewirk - Gemeinsam fürs Klima wird gefördert durch



Das Vorhaben wurde aus dem Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt des Berichtes liegt beim Autor.
Unsere Projekte im Ostseeraum werden gefördert durch

Das Deutsch-Dänische Projekt Initiative Grüne Grenze in Kooperation mit BobenOp (DE) und Grønne Nabofællesskaber (DK).

Das Small Project Together4Heat in Kooperation mit mit den Kommunen Middelfart (DK), Bauska (LV), Kamienna Góra (PL), den Energy Communities Denmark (DK), Energiegenossenschaft “Sudety Energy” (PL), der Lokalen Aktionsgruppe Flax Flower (PL), Energiegenossenschaft “Energieversorgung Honigsee” (DE), sowie dem Latvian Rural Forum (LV).
Außerdem wird der Eigenanteil der Heinrich-Böll-Stiftung durch Mittel des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) unterstützt.