7. Juli 2026

Wärme-Glossar – Klimafreundliche Wärmeversorgung: Fördermittel

Wärme-Glossar

Fachbegriffe können schnell für Verwirrung sorgen. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe und gibt Orientierung für gemeinschaftliche Wärme-Projekte. Weiter geht’s in der Kategorie Fördermittel.

Um die Wärmewende voranzubringen, gibt es eine Reihe an Fördermitteln, die vom Bund oder dem Land Schleswig-Holstein angeboten werden. Sie fördern unterschiedliche Aspekte und Zielgruppen. Die folgende Auflistung soll einen Überblick schaffen, wer Fördermittel vergibt, wer empfangsberechtigt ist und für was die Fördermittel genutzt werden können.

Fördermittelgebende auf Bundesebene

Grundsätzlich gibt es bundesweit zwei wichtige Fördermittelgebende für Privatpersonen, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen: die BAFA und die KfW. Beide sind im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude tätig, was schnell zur Verwirrung beitragen kann. Wichtig zu wissen ist, dass sich – je nach Maßnahme – die Förderungen von BAFA und KfW auch kombinieren lassen.

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Das BAFA ist eine Bundesbehörde und übernimmt administrative Aufgaben in den Bereichen der Außenwirtschaft, Energie und Mittelstandsförderung. Unter anderem reicht es Mittel der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) aus und zum Teil auch die für die Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG). Das BAFA gewährt hierbei Zuschüsse für energetische Einzelmaßnahmen. Siehe: www.bafa.de

Kreditanstalt für Wiederaufbau - Bank aus Verantwortung (KfW)

Die KfW ist eine staatliche Förderbank und bietet vor allem zinsgünstige Kredite und teilweise auch direkte Zuschüsse an. Unter anderem sind dies Fördermittel und Kredite für energieeffizientes und nachhaltiges Sanieren von Wohngebäuden sowie Investitionen in erneuerbare Wärmequellen (z.B. Wärmepumpen) nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Der Schwerpunkt liegt hierbei nicht auf Einzelmaßnahmen, sondern auf dem kompletten Heizungsaustausch oder größeren Sanierungsmaßnahmen. Siehe: www.kfw.de

Fördermittelgebende auf Landesebene

Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)

Die IB.SH betreut im Namen des Landes Schleswig-Holstein diverse Förderprojekte mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit. Siehe: www.ib-sh.de

Energie- und Klimaschutzinitiative des Landes Schleswig-Holstein (EKI)

Die EKI unterstützt Kommunen, Gemeinden und Städte in Schleswig-Holstein in den Bereichen der Energiewende und dem Klimaschutz. Unter anderem bietet sie kostenfreie Initialberatungen, begleitet bei Modell- und Pilotvorhaben und berät zu Fördermöglichkeiten. Die EKI wird von der Energieagentur in der IB.SH im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein durchgeführt. Siehe: www.eki.sh

Förderprogramme

Egal welche Fördermittel genutzt werden wollen, es gilt immer: Bundesmittel sind vor Landesmitteln zu nutzen.

Förderprogramme auf Bundesebene

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Die BEG unterstützt Sanierungsprojekte von Gebäuden und Investitionen in erneuerbare Wärmequellen, welche dauerhaft Energiekosten einsparen und das Klima schützen. Zum Beispiel können Wärmepumpen darüber gefördert werden. Antragsberechtigt sind u.a. Privateigentümer*innen, Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), Kommunen und gemeinnützige Organisationen. Siehe: Förderprogramme

Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)

Fördert und schafft Anreize für den Neubau von Wärmenetzen, welche mit einem hohen Anteil von erneuerbaren Energien und Dekarbonisierung arbeiten. Diese Wärmenetze müssen mindestens 16 Gebäude oder 100 Wohneinheiten versorgen. Antragsberechtigt sind u.a. Genossenschaften, Vereine und Kommunen. Siehe: BAFA Effiziente Wärmenetze

KfW-Förderprogramm 432

Das Förderprogramm 432 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Quartiere, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz realisieren möchten. Es dient der Erstellung integrierter Quartierskonzepte sowie dem Sanierungsmanagement. Darunter kann beispielsweise die konzeptionelle Planung eines Wärmenetzes zählen. Antragsberechtigt sind Städte, Gemeinden, Landkreise, deren Eigenbetriebe und kommunale Zweckverbände. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf Quartieren, welche sich für eine Beschleunigung der kommunalen Wärmeplanung einsetzen.

Förderprogramme auf Landesebene

Bürgerenergiefonds des Landes Schleswig-Holstein

Ein Fördermitteltopf des Landes Schleswig-Holstein, um Bürgerenergieprojekte in den Bereichen Energie- und Wärmewende, Mobilität, Energieeffizienz, Digitalisierung und Klimaschutz zu unterstützen. Ziel ist es, finanzielle Risiken zu mindern, welche insbesondere bei der Planungs- und Startphase auftreten können. Verwaltet wird der Bürgerenergiefonds über die IB.SH. Siehe: Bürgerenergiefonds IB.SH

Quartierswärmemanagement

Das Quartierswärmemanagement ist eine Förderrichtlinie des Landes Schleswig-Holstein. Es soll Gemeinden bei der Umsetzung von Maßnahmen der kommunalen Wärmeplanung in Quartieren fördern.

Das Wärme-Glossar ist im Rahmen des Projekts „bewirk – gemeinschaftliche Wärme in Städten“ entstanden, das von BINGO! Die Umweltlotterie und der EKSH (Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein) gefördert wurde.

Hier gibt’s das Glossar als Download: bewirk wärme-glossar_Fördermittel
Weitere Infomaterialien findest du auf unserer Webseite in der Schule.